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33

Mittwoch, 23. Mai 2012, 06:57

In Zeiten wie diesen muss jeder den Gürtel etwas enger schnallen und sicher ist auch jedem bewußt dass ein gewisses Maß an sparen notwendig ist aber alles hat seine Grenzen.

Auf Grund der teilweise recht extremen Einsparungen von Seiten der Krankenkassen und sozialen Leistungsträgern sind immer mehr Behinderte genötigt das Pflegegeld zu missbrauchen um nötige Hilfsmittel, Heilbehelfe oder Pflegemittel anzuschaffen. Traurig aber wahr und das Ergebnis dieses Missbrauchs sind fehlende oder mangelhafte Pflege.

Ich gehe sogar so weit zu behaupten dass manchen Behinderte ihre Pflege garnicht mehr bezahlen können weil sie gezwungen sind das Pflegegeld für ihren "normalen" Lebensunterhalt zu missbrauchen. JA, es ist so und warum, weil die Alternativen noch viel schlimmer sind. Doch was ist wenn es nicht mehr möglich ist, wenn die benötigte Pflege nicht mehr von "kostenlosen" Angehörigen und Freunden durchgeführt werden kann ?

Dann steht für viele nur mehr ein Alternative zur Verfügung, der Gang in ein Pflegeheim ud damit endet dann auch für viele das selbstbestimmte Leben.

Aber warum ist das so, einfach weil neben den Spamaßnahmen auch noch die Richtsätze für Sozialleistungen bei weiten nicht den heutigen Lebenshaltungskosten entsprechen.

Nehmen wir doch einfach mal die Ausgleichszulage als Beispiel:

Wenn man das Glück hat trotz Behinderung verheiratet zu sein wird man eigentlich dafür bestraft denn der Richtsatz dafür ist (genauer Wortlaut):

Für Pensionistinnen/Pensionisten, die mit der Ehepartnerin/dem
Ehepartner oder der/dem gleichgeschlechtlichen eingetragenen
Partnerin/Partner im gemeinsamen Haushalt leben.


1.221,68 Euro


Und genau hier beginnt bereits die Krise denn wenn man heute, selbst nur von der Mindestgröße einer rollstuhlgerechten Wohnung ohne Extras wie Garten oder Autoabstellplatz ausgeht, muss man in Wien bereits mit durchschnittlich 500-700 Euro Miete rechnen. Dabei sind jedoch die Kosten für Heizung, Strom, Telefon und Sonstiges noch garnicht berücksichtigt. Die diversen Zusatzkosten mitgerechnet haben wir bereits einen Betrag von 800-1000 Euro, also etwa 70-80% des Richtsatzes gehen bereits für ein Dach über den Kopf drauf. Es bleiben also 200-400 Euro im Monat über für Kleidung, Lebensmittel und sonstige Dinge.

Da jeder Behinderte der auch nur ein paar Jahre seines Lebens gearbeitet hat zumindest ein kleine Pension bekommt, z.B. ich selbst mit 302 Euro darf also nur einen Partner haben der max. 900 Euro im Monat verdient um in den Genuss der Ausgleichszulage zu kommen. Seien wir doch mal ehrlich, jeder oder zumindest fast jeder der einen erlernten Beruf hat und 38 Stunde im Monat arbeitet verdient mehr als 900 Euro. Also verliert man den Anspruch selbst wenn man z.B. nur 1000 Euro verdient.

Eine, meiner Meinung nach, besonders schlimme Sache daran ist auch noch dass der berufstätige Partner sein gesamtes Einkommen einbringen muss. Es wird immer das gesamte Einkommen aller im gemeinsamen Haushalt wohnenden Personen angerechnet. Das bedeutet also in vielen Fällen dass eine Person arbeiten geht ohne etwas von dem Geld zu haben. Es gibt hier keinen Eigenbedarf, man wird regelrecht bestraft weil man mit einem nichtberufstätigen Behinderten zusammen lebt. Man darf also keinen Cent für sich persönlich ausgeben, wie krank ist den das bitte ? Wer bitte geht arbeiten ohne sich für das schwer verdiente Geld etwas zu leisten auch wenn es nur eine Kleinigkeit wäre.

Dabei ist das nur 1 Beispiel, das selbe gilt für nahezu alle Richtsätze, egal ob Wohnbeihilfe/Mietzinsbeihilfe, Rezeptgebührenbefreiung, Rundfunk-Fernsehgebührenbefreiung, usw....

Was passiert also, man wird eigendlich gezwungen sein Pflegegeld, soweit möglich, zu missbrauchen um allfällige Lebenshaltungskosten zu decken bzw. zur Anschaffung von notwendigen Dingen und das ist sicher nicht im Sinne des Erfinders denn entgegen der Meinung vieler Personen und sogar einiger Politiker und selbst einiger Kostenträger ist das Pflegegeld ausschließlich für den eigentlichen Pflegeaufwand da und NICHT für benötigte Hilfsmittel oder Pflegeutensilien.

Dieser Artikel wurde bereits 73 186 mal gelesen.

Tags: Pflegegeld, Sozialleistungen, Sparmaßnahmen

Kategorien: (un)Sozial


Kommentare (2)

  • 2

    Von Michael (Freitag, 1. August 2014, 22:44)

    Das letzte Mal wurde das Pflegegeld 2009 erhöht.

    Pro Monat gab es in der:

    Stufe 1 um 5,90 Euro
    Stufe 2 um 10,90 Euro
    Stufe 3 um 21,10 Euro
    Stufe 4 um 31,60 Euro
    Stufe 5 um 43,00 Euro
    Stufe 6 um 69,30 Euro
    Stufe 7 um 93,70 Euro

    mehr, wobei die Erhöhung ziemlich lächerlich war weil die Kosten um weit mehr angestiegen sind.

    Ein kleiner Tipp für den Wegfall des Pflegegeldes auf Grund von Spital.- oder Rehaaufenthalt, es gibt recht günstige Taggeldversicherungen ab 25 Euro im Monat. Das ersetzt dann die Differenz.

  • 1

    Von grisu (Freitag, 1. August 2014, 17:55)

    Oder man lebt mit seinem Partner "illegal" zusammen, um nicht das gemeinsame Einkommen angeben zu müssen. Was in meinem Fall die Partnerin schwer kränkte, weil sie nach so langer Gemeinschaft auch irgendwann geheiratet werden wollte. Kann ich auch verstehen, aber eigentlich kann es sich keiner von uns beiden leisten. Da sie inzwischen unverschuldet arbeitslos wurde, hat sie inzwischen aber mehr Verständnis dafür, denn da ist es dasselbe: Das gemeinsame Einkommen wird genauso zusammengezählt.

    An den Summen hat sich seit 2012 ja wenig geändert, daher ist das Thema heute so aktuell wie damals.

    Man verliert die Gebührenbefreiungen, Rezeptgebühr - bei dem chronischem Medikamentengebrauch wie bei mir wirkt sich das aus. Die Rückerstattung gibts ja auch erst hinterher.

    Da die Pension aber auch nicht erhöht wurde, bzw in derart lächerlicher Höhe dass es keine Rolle spielt. Das treibt viele Rentner in die Armut. Ebenso das Pflegegeld, von dem ja hier die Rede ist, seit 1998 nicht-oder noch länger, ich weiß es gar nicht mehr wann und wieviel. Ohne das Pflegegeld ginge alles fürs Wohnen drauf, Essen könnte ich davon nichts mehr oder ich müsste Betteln gehen.
    Also ohne missbräuchliche Verwendung gehts nicht mehr. Muß hoffen daß ich nicht krank werde oder ins Reha muß, weil mir für diese Zeit ja das Pflegegeld einbehalten wird, diesen Verlust könnte ich mir nicht leisten.

    Und was die weltfremden Ansichten von Politikern und Kostenträgern angeht: Schon vor Jahren, als es noch Betteinlagen gab, war der zuständige Chefarzt der Meinung das Pflegegeld wäre ja auch für die Pflegeutensilien da...

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